Kuopio, Finnland  -  Der erste Monat (Part 1)
of Micha

 
 
Created on 02-10-09
Last updated on 03-10-09
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Und weiter geht's!

Es ist jetzt Anfang Oktober und es ist viel passiert im vergangenemMonat. Unfassbar wie schnell die Zeit vorbei geht. Ich fange ganz vornean...

.... Es war einmal, an einem schönen sonnigen Tag Ende August in dem90.000 Einwohner-Städtchen Kuopio. Michael, ein Junge aus dem schönenNordhessen saß vor seinem Laptop und hatte eine Videokonferenz mitseiner herzallerliebsten Judith die im schwedischen Jönköping ihr Auslandssemester verbringt am laufen. Da seine Orientierungswocheerst in der zweiten Septemberwoche starten sollte, wusste er nicht sorecht wohin mit seiner Zeit. Und Schwups, da war es passiert: Zug,Fähre und Bus nach Jönköping waren gebucht.


In den zwei Tagen davor wurde zusammen mit meinen zwei Paderborner Weggefährten noch ein bisschen die Natur rund um Kuopio erkundet. Es ist viel Wald hier. Und viele Seen. Es ist wie ich es mir vorgestellt habe! Es heißt, Kuopio hat die Fläche von München. Ich weiß jetzt auch wieseo. Man läuft durch den Wald und auf einmal steht man wieder in einem Wohngebiet!



Am 29.08. machte ich mich auf dem Weg. Mit dem Zug nach Turku, von dort mit der Vicking Line nach Stockholm. Von Stockholm mit dem Überlandbus ins 200km südliche Jönköping.
Die Überfahrt dauert 12 Stunden, ich fhr über Nacht. Das erste mal kaputtlachen musste ich mich im Fahrstuhl, als ich sah, dass meine Kabine im sogenannten "Anchor Deck" lag. Unter den Autos....
Naja, dachte ich mir, ist ja auch günstig (30€). Als ich die Kabinentür aufmachte lachte ich mich das zweite mal aus. Denn ich stand auf dem Türrahmen und war mitten drin! Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber ein bisschen mehr Platz schon! :-)



Auf der Überfahrt machte ich Bekanntschaft mit zwei Italienerinnen, die ohne Kabine unterwegs waren (günstiger) und da ich in meiner riesigen Doppelkabine so viel Platz hatte, bot ich den beiden an, in dem anderen Bett zu pennen. Und so war ich nicht alleine und wir hatten viel Spaß als wir den Finnen und Finninnen beim TaxFree Alkoholkeinkauf zuschauten. Unglaublich was da weggeht.







Am besten waren die fertig geschnürten Wägen, beladen mit 4 Paletten Bier, mit denen man sofort zur Kasse gehen konnte. Ich hab noch gelacht auf der Hinfahrt. - auf der Rückfahrt hab ich mir aber auch eine Palette vom juten alten Beck's mitgenommen :-)


Den Sonnenaufgang über Helsinki konnten wir auch noch bewundern, dann ging es von Bord. Die beiden Mädels machten sich zu Fuß auf in die Stadt, sie hatten nur einen Tag, am Abend wollten sie wieder zurück. Ich bin zum Busterminal gefahren und von dort mit einem Überlandbus nach Jönköping. Das schöne an den Bussen ist, dass sie W-Lan haben und man sich mit surfen gut die Zeit vertreiben kann. Das schlechte ist, dass Judith mich erst nach meiner Ankunft am Nachmittag darauf hingewiesen hat.... Aber es war auch mal schön die schwedischen Wälder und Seen zu bewundern. Obwohl sie den finnischen sehr ähnlich sind.

Es war schön wieder bei Judith zu sein, wir hatten uns schon ganze 3 (in Worten: drei) Wochen nicht gesehen und es kam uns schon lang vor. Ursprünglich war geplant, dass wir uns das erste mal nach 1-2 Monaten sehen. Aber ich denke es war schon gut so! ;-)

Das Programm in Jönköping war von spontanität geprägt. Nur ein Programmpunkt stand schon von Beginn an fest: Der Besuch im Streichholzmuseum! Aber ich muss sagen, es war einen Besuch wert. Also wenn ihr mal die Chance habt in Jököpingen ins Match-Museum zu gehen - nur zu! Dann waren wir noch in der sehr modernen Uni, in Grenna (Ballonfahrer-Stadt und berühmt für die typischen rot-weißen Zuckerstangen!) und auf der Insel Vinsingö mit dem Fahrrad unterwegs. Die Insel liegt im kältesten See Schwedens. Das war auch der Grund weshalb zwei von Judiths Kommilitonen und ich uns entschlossen haben, nach einer Runde Beachvolleyball mal reinzuspringen. Er war wirklich kalt. Aber nach ca. 1 min hat man die Kälte an den Füßen schon nicht mehr gespürt, weil alles taub war. Von daher ging es wieder....

Nach ein paar schönen Tagen in Jönköping machten wir uns auf nach Stockholm. Dort wollten wir die letzten Tage Sightseeing machen. In Stockholm waren wir mit Milena und Michael, die die freien Tage auch noch nutzen wollten. Es war Regen und Sturm angesagt und wir hatten Sonne und kein Wind. Programmpunkte in Stockholm waren neben einfach rumlaufen und die Stadt genießen: Altstadt, Königspalast, Bootstour und die Halbinsel Djugarden mit dem Freilichtmuseum Skansen. Dort habe ich auch meinen ersten Elch gesehen. Besser gesagt eine Elchkuh. Und ich muss sagen, die sehen schon putzig aus. Der männliche Elch ist natürlich schön anzusehen mit seinem Geweih. Aber der Kuh fehlt ein Ausgleich zur übertrieben großen Nase. Naja, hätte man mich gefragt, ich hätte denen auch was auf den Kopf gesetzt, aber nun ist es so.


In Stockholm habe ich auch meine Vorliebe für Friedhofsfotografie entdeckt. An dieser Stelle noch eine Entschuldigung an meine Mitreisenden die sich mit rumsitzen die Zeit vertrieben haben während ich meine 1000 Fotos von Grabsteinen, Blumen und wasauchimmer machte.


Dann kam der traurige Zeitpunkt, wo es Abschied nehmen hieß von Judith...




Ich habe so lange vor dem Bus gestanden, zu dem man nur durch eine Schleuse gelangte, dass die Schleuse schon wieder zu war und ich zwischen den ganzen Bussen erstmal einen Ausgang suchen musste. Aber das habe ich gerne gemacht! ;-)










Am selben Abend sie auch wir drei Paderborner wieder zurück gefahren und konnten noch einen schönen Sonnenuntergang vom Oberdeck aus genießen.

Zurück in Kuopio hatte ich dann auf einmal Mitbewohner. Zwei Franzosen kamen aus ihren Zimmern geschlichen, als ich (tropfnaß vom Regen) im Flur stand und laut "Hello!?" geschrieben habe. Maxime Francois Yvonnick Toubon heißt der eine, der ander Alexandre Julien Bernard. Max und Alex nenne ich sie ;-) Mit Alex verstehe ich mich gut, mit Maxime hat man aber eindeutig mehr Spaß!

Und ging schon die Orientierungswoche los. Wie schon in Paderborn lernt man in dieser Woche unglaublich viele Leute kennen. Ich bin ja schon kein Meister im Behalten von deutschen Namen. Aber wenn dann Ungarn, Franzosen, Italienier und vor allen Chinesen ihre Namen sagen, geht gar nichts mehr! Mittlerweile (nach einem Monat) komme ich einigermaßen klar, aber die ersten Tage war es immer nur der Chinese, der Türke usw. Den anderen ging es nämlich genauso und jeden wusste Bescheid wer gemeint war, wenn man die Nationalität sagte.

Fortsetzung folgt....




 


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