Kuopio, Finnland - Der zweite Monat!of Micha
Created on 08-11-09
Last updated on 08-11-09
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Tataaa, der zweite Monat kommt online! Es ist wahsinn wie die Zeit vergeht!
Es ist viel passiert in dem Monat, ich werde versuchen so viel wie möglich, in einer möglichst interessanten Weise zu erzählen. Fangen wir fast ganz vorne an...
Nachdem Sascha weg war, hatte ich erst einmal ein paar Tage Ruhe. Die hatte ich mir auch verdient!! Neeeein, ich mach durch nur nen Witz, Sascha! Falls du das hier überhaupt liest! *g*
Aber kurz danach kam es wie es kommen musste: Party war angesagt! Mir ist aufgefallen, dass hier realtiv wenig Bilder von Parties sind. Dieser Eindruck sollte nicht täuschen, ich nehme nur nie meine Kamera mit. Ich werde nochmal nen Album mit Partybildern machen, wenn ich mir mehr Bilder organisiert habe! Jedenfalls habe ich hier schon mal eins, das ist bei einer Pre-Party bei uns im Wohnheim! Es läuft standesgemäß so ab, dass um 20 Uhr alle Leute antanzen und zwischen 22 und 23 Uhr gehen wir dann ins Passion, das ist die ERASMUS- Kneipe. Und ohne die mindestens 50
Ausland
sstudenten, die jeden Freitag da sind, wäre da tote Hose. Aber da ja immer alle dort sind, ist es immer lustig! So eine Mischung aus Spot (für die Cuzzeler) und MeWi-Party (für die Partyborner).
Mit Maxime ist es sowieso immer lustig! Wir haben echt den gleichen Humor, ich glaube etwas anstrengend für die anderen! :-D Aber für uns ist es gut und ich finde, das ist die Hauptsache hehe.

Jaaaa, und dann war ja noch die Sache mit dem ersten Schnee im Oktober! Ich war jedenfalls sehr enthusiastisch, dass er auch liegen bleibt und von jetzt an alles weiß ist in Kuopio. Ist aber leider nicht so gewesen. Naja, immerhin war ich stolz drauf, dass es früher schneit als in Deutschland. Ist aber leider auch nicht so gewesen. Die liebe Helen wusste nämlich zu berichten, dass Schnee im Oktober überhaupt nichts besonderes ist in Villingen-Schwenningen. Ihr wisst nicht wo das Dorf liegt?! Das würde heißen, ihr wisst auch nicht, dass dort Schnee fällt und das wiederum heißt, dass es hier vor Deutschland schneit!! Lass dir das mal auf der Zunge zergehen, Helen! Bääääähm! (Kleine Anmerkung: Jetzt, im November, ist der Schnee (2cm)
schon 3 Tage da! Allerdings wird er zunehmend zur Matsche. Mehr im Bericht "Dritter Monat")
Also der Schnee war schnell weg, dafür gab es einige Tage mit wunderbarem Herbstwetter! Goldene Bäume, blauer Himmel und eiskalte, klare Luft! Ich bin in den Tagen viel draußen rumgelaufen, hab Sonnenuntergänge angesehen und mich meines Lebens gefreut. Dieses Verhalten sollte sich in der Klausurenphase rächen, aber dazu später mehr...

Ich saß manchmal einfach nur da und habe über Gott und die Welt nachgedacht. Und natürlich wann ich endlich Judith wiedersehe! Zu dem Zeitpunkt wo das Foto rechts entstanden ist, waren es noch genau 30 Tage. Jetzt, wo ich schreibe sind es noch 5!!

Der See der keine fünf Minuten von unserem Wohnheim entfernt ist entpuppte sich bei einer meiner Wanderungen als ziehmlich groß. Um nicht zu sagen riesig! Ich habe immer gedacht er wäre nicht größer als der Lippesee, aber das war sozusagen nur der kleine Fingernagel einer Hand. Der Hand eine Menschen mit einer sehr großen Hand und einem sehr kleinen, kleinen Finger, wohlgemerkt!
Mitte Oktober war es dann mal wieder Zeit ein bisschen rumzureisen. Ich war ja immerhin schon fast drei Wochen nicht mehr in einer anderen Stadt... Als Ziel habe ich mir das weiter westlich gelegene Tampere ausgesucht. Annika, eine Freundin aus Paderborn, hat mich im Vorfeld zu einem Besuch eingeladen.
Oder war ich es der mich eingeladen hat? :-) Egal wie es kam, ich hab mich jedenfalls mit meinem Haupttransportmittel, dem Zug, auf die 3 1/2 stündige Reise gemacht. Um es mal mit der DB zu vergleichen: Das kostet hier 20€ für Studenten (50% Rabatt mit dem Studi- Ausweis). Ich bin am Donnerstag Abend angekommen, Annika hat mich vom Bhf abgeholt, dann sind wir zu ihr ins Wohnheim, haben kurz gegessen und sind wieder los zum Party machen! :-) Es war wirklich gut, wieder jemand aus Paderborn zu sehen und wir konnten uns gegenseitig bedauern, dass wir nicht bei der Schnüffelparty (eine der größten Uniparties in PB, die an diesem Donnerstag statt fand) dabei sein konnten.
Zusammen mit einer weitern Freundin aus Paderborn haben wir uns dann ein wenig im tamperaner Nachtleben umgeschaut und es war sehr gut mal etwas anderes zu sehen als das Passion in Kuopio. Überhaupt hatte ich in Tampere das Gefühl in einer größeren Stadt zu sein, obwohl die Einwohnerzahlen sich nicht großartig unterscheiden. Schon alleine eine vierspurige Straße in der Innenstadt war schön anzusehen. Unser Programm am Freitag bestand aus einem guten Essen in der sehr modernen Uni und rumlaufen in der Stadt. Den Abend haben wir, den Donnerstag in den alten Knochen, eher gemütlich ausklingen lassen - in einer deutschen Kneipe. Samstag Mittag habe ich mich verabschiedet und bin zurückgedüst in das überschaubare Kuopio.
Dann hieß es, sich ein paar Tage auf eine von zwei Klausuren vorbereiten, bevor es nach St. Petersburg gehen sollte. Die Klausur besteht darin, Fragen und Aufgaben zu einem Buch zu beantworten, was man gelesen haben sollte. Soweit kein Problem, nur das das Buch 850 Seiten hatte und mein Spezialgebiet Accounting und Finance betraf. Also dort, wo ich bei BWL B meine Lücke hatte... Das war auch meine einzige Motivation, dass ich etwas verpasstes nachholen konnte. Jedenfalls schaffte ich es nicht, mehr als 200 Seiten in der einen Woche zu lesen. Dann musste ich aber erstmal etwas für meine Allgemeinbildung tun und nach Russland fahren. Den Ausführlichen Bericht gibt es in einem gesonderten Beitrag.
Bereits vor, aber auch nach St. Petersburg haben unsere Hausmitbewohner die als besonders lobenswert zu betonende Eigenschaft entwickelt, mich und meine Franzosen zum Abendessen einzuladen! An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön! :-) Wenn wir nicht gerade essen, vertreiben Maxime und ich uns die Zeit mit der Dekoration unserer Wohnung.
Wie jedoch oben bereits erwähnt wartete auch noch eine Klausur auf mich. Es nach St. Petersburg bereits der 25.10. und am 07.11. war die Klausur. Also noch 12 Tage zum lernen. Locker. Wenn es denn lernen wäre, das Lesen. Ich musste allerdings feststellen, das es mit dem Lesen noch lange nicht getan war und ich mit den Aufgaben 0 zurecht kam. Und, wenn ihr euch erinnert, ich war bei S. 200 stehen geblieben, die ich in einer Woche geschafft hatte zu lesen. Kurz hochgerechnet hieß das, ich brauchte noch 21 Tage zum lesen des Buches. Auch ohne eine Faible für Mathematik verstand ich, dass ich das so nicht schaffen würde. Dem ERASMUS-Leben musste also für 2 Wochen der Riegel vorgeschoben werden. Dann hieß es um 9 Uhr aufstehen, lesen und lesen und um 24 Uhr ins Bett. Ich freue mich berichten zu dürfen, dass die neue Taktik aufging und ich sogar drei Tage vor dem Examen fertig gelesen hatte. Und das mit nur 80 ausgelassenen Seiten! Und somit konnte ich doch noch drei ganze Tage lernen bevor es dann zur Klausur ging. (Ich weiß, ich bin mittlerweile im dritten Montag (in Kuopio, nicht schwanger) aber es ist gerade so spannend!!) Ich hatte echt Bammel, weil ich nur die erste Hälfte des Buches lernen konnte. Aber: Die Klausur war ein Witz. Zunächst einmal die Klausuraufsicht: Zwei ältere Damen (die eine die Chefin vom International Office, die andere vielleicht Ober-Putzfrau) saßen vorne am Pult und haben sich irgendwie beschäftigt. Jedenfalls nicht damit, die rund 400 Studenten zu beaufsichtigen. Der nächste Witz war, dass es auch nicht nötig ist, dass Scharen von SHK's und Mitarbeitern durch die Gänge patrouillieren, denn kein Finne spricht, spickt oder schaut ab! Zumindest soweit ich das von meinem Platz in der letzten Reihe aus beurteilen konnte! Ich bin fast vom Glauben abgefallen, sowohl bei dem ersten als auch dem zweiten "Witz". Der dritte ist der, dass ich während meiner für vier Stunden angesetzten Klausur die Zeit habe die finnischen (nicht)abguck Gewohnheiten zu studieren. Das lag daran, dass ich nach rund 75 Minuten die Klausur durchgearbeitet hatte und bis auf eine Aufgabe alle gelöst habe. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, was die Note anbelangt, aber bestanden habe ich! Also alles in allem habe ich sehr ökonomisch gelernt, denn es kam auch nur die erste Hälfte des Buches dran.
Und so ging der zweite Monat (und die erste Woche des dritten) sehr schnell vorüber. Die Zeit rast und nun geht es schon daran, die Tage zu zählen bis zur Abfahrt. Es steht nun der Besuch von Judith an, dann fünf Tage Lappland, eine zweite Lernphase und dann ist es schon Zeit die Sachen zu packen. Ich denke jetzt schon mit einem weinenden und einem lachenden Auge daran, welches Gefühl am Ende überwiegt, "wird sich usswiesen" wie mein Opa als stolzer Kasseläner zu sagen pflegt.
Es ist viel passiert in dem Monat, ich werde versuchen so viel wie möglich, in einer möglichst interessanten Weise zu erzählen. Fangen wir fast ganz vorne an...
Nachdem Sascha weg war, hatte ich erst einmal ein paar Tage Ruhe. Die hatte ich mir auch verdient!! Neeeein, ich mach durch nur nen Witz, Sascha! Falls du das hier überhaupt liest! *g*
Aber kurz danach kam es wie es kommen musste: Party war angesagt! Mir ist aufgefallen, dass hier realtiv wenig Bilder von Parties sind. Dieser Eindruck sollte nicht täuschen, ich nehme nur nie meine Kamera mit. Ich werde nochmal nen Album mit Partybildern machen, wenn ich mir mehr Bilder organisiert habe! Jedenfalls habe ich hier schon mal eins, das ist bei einer Pre-Party bei uns im Wohnheim! Es läuft standesgemäß so ab, dass um 20 Uhr alle Leute antanzen und zwischen 22 und 23 Uhr gehen wir dann ins Passion, das ist die ERASMUS- Kneipe. Und ohne die mindestens 50
Ausland
Mit Maxime ist es sowieso immer lustig! Wir haben echt den gleichen Humor, ich glaube etwas anstrengend für die anderen! :-D Aber für uns ist es gut und ich finde, das ist die Hauptsache hehe.
Jaaaa, und dann war ja noch die Sache mit dem ersten Schnee im Oktober! Ich war jedenfalls sehr enthusiastisch, dass er auch liegen bleibt und von jetzt an alles weiß ist in Kuopio. Ist aber leider nicht so gewesen. Naja, immerhin war ich stolz drauf, dass es früher schneit als in Deutschland. Ist aber leider auch nicht so gewesen. Die liebe Helen wusste nämlich zu berichten, dass Schnee im Oktober überhaupt nichts besonderes ist in Villingen-Schwenningen. Ihr wisst nicht wo das Dorf liegt?! Das würde heißen, ihr wisst auch nicht, dass dort Schnee fällt und das wiederum heißt, dass es hier vor Deutschland schneit!! Lass dir das mal auf der Zunge zergehen, Helen! Bääääähm! (Kleine Anmerkung: Jetzt, im November, ist der Schnee (2cm)
Also der Schnee war schnell weg, dafür gab es einige Tage mit wunderbarem Herbstwetter! Goldene Bäume, blauer Himmel und eiskalte, klare Luft! Ich bin in den Tagen viel draußen rumgelaufen, hab Sonnenuntergänge angesehen und mich meines Lebens gefreut. Dieses Verhalten sollte sich in der Klausurenphase rächen, aber dazu später mehr...
Ich saß manchmal einfach nur da und habe über Gott und die Welt nachgedacht. Und natürlich wann ich endlich Judith wiedersehe! Zu dem Zeitpunkt wo das Foto rechts entstanden ist, waren es noch genau 30 Tage. Jetzt, wo ich schreibe sind es noch 5!!
Der See der keine fünf Minuten von unserem Wohnheim entfernt ist entpuppte sich bei einer meiner Wanderungen als ziehmlich groß. Um nicht zu sagen riesig! Ich habe immer gedacht er wäre nicht größer als der Lippesee, aber das war sozusagen nur der kleine Fingernagel einer Hand. Der Hand eine Menschen mit einer sehr großen Hand und einem sehr kleinen, kleinen Finger, wohlgemerkt!
Mitte Oktober war es dann mal wieder Zeit ein bisschen rumzureisen. Ich war ja immerhin schon fast drei Wochen nicht mehr in einer anderen Stadt... Als Ziel habe ich mir das weiter westlich gelegene Tampere ausgesucht. Annika, eine Freundin aus Paderborn, hat mich im Vorfeld zu einem Besuch eingeladen.
Dann hieß es, sich ein paar Tage auf eine von zwei Klausuren vorbereiten, bevor es nach St. Petersburg gehen sollte. Die Klausur besteht darin, Fragen und Aufgaben zu einem Buch zu beantworten, was man gelesen haben sollte. Soweit kein Problem, nur das das Buch 850 Seiten hatte und mein Spezialgebiet Accounting und Finance betraf. Also dort, wo ich bei BWL B meine Lücke hatte... Das war auch meine einzige Motivation, dass ich etwas verpasstes nachholen konnte. Jedenfalls schaffte ich es nicht, mehr als 200 Seiten in der einen Woche zu lesen. Dann musste ich aber erstmal etwas für meine Allgemeinbildung tun und nach Russland fahren. Den Ausführlichen Bericht gibt es in einem gesonderten Beitrag.
Wie jedoch oben bereits erwähnt wartete auch noch eine Klausur auf mich. Es nach St. Petersburg bereits der 25.10. und am 07.11. war die Klausur. Also noch 12 Tage zum lernen. Locker. Wenn es denn lernen wäre, das Lesen. Ich musste allerdings feststellen, das es mit dem Lesen noch lange nicht getan war und ich mit den Aufgaben 0 zurecht kam. Und, wenn ihr euch erinnert, ich war bei S. 200 stehen geblieben, die ich in einer Woche geschafft hatte zu lesen. Kurz hochgerechnet hieß das, ich brauchte noch 21 Tage zum lesen des Buches. Auch ohne eine Faible für Mathematik verstand ich, dass ich das so nicht schaffen würde. Dem ERASMUS-Leben musste also für 2 Wochen der Riegel vorgeschoben werden. Dann hieß es um 9 Uhr aufstehen, lesen und lesen und um 24 Uhr ins Bett. Ich freue mich berichten zu dürfen, dass die neue Taktik aufging und ich sogar drei Tage vor dem Examen fertig gelesen hatte. Und das mit nur 80 ausgelassenen Seiten! Und somit konnte ich doch noch drei ganze Tage lernen bevor es dann zur Klausur ging. (Ich weiß, ich bin mittlerweile im dritten Montag (in Kuopio, nicht schwanger) aber es ist gerade so spannend!!) Ich hatte echt Bammel, weil ich nur die erste Hälfte des Buches lernen konnte. Aber: Die Klausur war ein Witz. Zunächst einmal die Klausuraufsicht: Zwei ältere Damen (die eine die Chefin vom International Office, die andere vielleicht Ober-Putzfrau) saßen vorne am Pult und haben sich irgendwie beschäftigt. Jedenfalls nicht damit, die rund 400 Studenten zu beaufsichtigen. Der nächste Witz war, dass es auch nicht nötig ist, dass Scharen von SHK's und Mitarbeitern durch die Gänge patrouillieren, denn kein Finne spricht, spickt oder schaut ab! Zumindest soweit ich das von meinem Platz in der letzten Reihe aus beurteilen konnte! Ich bin fast vom Glauben abgefallen, sowohl bei dem ersten als auch dem zweiten "Witz". Der dritte ist der, dass ich während meiner für vier Stunden angesetzten Klausur die Zeit habe die finnischen (nicht)abguck Gewohnheiten zu studieren. Das lag daran, dass ich nach rund 75 Minuten die Klausur durchgearbeitet hatte und bis auf eine Aufgabe alle gelöst habe. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, was die Note anbelangt, aber bestanden habe ich! Also alles in allem habe ich sehr ökonomisch gelernt, denn es kam auch nur die erste Hälfte des Buches dran.
Und so ging der zweite Monat (und die erste Woche des dritten) sehr schnell vorüber. Die Zeit rast und nun geht es schon daran, die Tage zu zählen bis zur Abfahrt. Es steht nun der Besuch von Judith an, dann fünf Tage Lappland, eine zweite Lernphase und dann ist es schon Zeit die Sachen zu packen. Ich denke jetzt schon mit einem weinenden und einem lachenden Auge daran, welches Gefühl am Ende überwiegt, "wird sich usswiesen" wie mein Opa als stolzer Kasseläner zu sagen pflegt.
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